Balkan, faszinierende Einblicke in eine vom Krieg gebeutelte Region Europas - Regina`s gespannte Reiseseite

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Der Balkan

2018 zog es uns wieder Richtung Bulgarien. Diesmal wollten wir quer durch Bosnien und Serbien fahren, um das Motocamp Bulgaria in Idilevo, Bulgarien, zu besuchen.  Beginn unserer diesjährigen Urlaubstour war das Motorrad-Reise-Treffen in Gieboldehausen, das wie jedes Jahr am ersten Wochenende im September stattfand. Von dort aus nahmen wir den Weg über Österreich und Slovenien / Maribor, durchkreuzten an einem Tag Kroatien und erreichten am dritten Tag den Una-Nationalpark in Bosnien-Herzegowina.



Das MRT war wie immer sehr schön, wir hatten ein schönes Wiedersehen mit Tilman, trafen auch einige unserer anderen Freunde und lauschten den Reisevorträgen, wohlwissend, dass wir die nächsten 2 Wochen auch unterwegs sein würden...
Am Sonntag trafen wir etwas durchnässt in Eging am See ein und entschieden uns spontan für eine feste Behausung in Form eines Gästezimmers einer Pension. Gute Entscheidung. Die weitere Route richteten wir dann auch dem Wetterbericht angepasst Richtung  Slovenien aus. In Maribor  fanden wir einen Campingplatz innerhalb der Stadt. So konnten wir abends noch schön Essen gehen und uns in der kleinen Stadt umschauen.

Der Weg von Maribor in Slovenien  zum Una Nationalpark in Bosnien verlangte von uns in Kroatien einiges an Selbstbeherrschung ab: Die Straßen überfüllt, an den Straßenrändern massenhaft Bar- Pensions- und sonstige Touristenwerbung, mussten wir außerdem auch noch höllisch aufpassen, dass wir nicht von drängelnden LKW-Fahrern von der Fahrbahn geschubst wurden. Da wurde dicht aufgefahren, mit Hupfanfaren genervt und das, obwohl vor uns die Straße voll mit weiteren Fahrzeugen war, also gar kein schnelleres Vorwärtskommen möglich war. Es ging soweit, dass wir kurz anhielten, um die aggressivsten LKW`s an uns vorbeiziehen zu lassen.
Erst nachdem wir die Grenze zu Bosnien problemlos passiert hatten, konnten wir durchatmen, denn auf bosnischer Seite war es deutlich ruhiger und das Motorradfahren machte wieder Spaß.
Direkt im Una Nationalpark fanden wir den Campingplatz Buk-Camping. Was wir nicht fanden war ein Angestellter, Besitzer oder ähnliches, weder in der Rezeption, noch auf dem Platz. Im Haupthaus stand eine kleine Nebentür offen, ich trat vorsichtig ein: Dort lag Jemand friedlich schlafend auf einem Bett...Als ich mich leise zurückziehen wollte, wachte er auf, entschuldigte sich lächelnd und redete bosnisch auf mich ein, wovon ich natürlich kein Wort verstand. Die Anmeldung war dann aber schnell erledigt und mit einem Schnaps - am Nachmittag - zum Abschluss gebracht. Jetzt musste ich mich erst mal umschauen: Wunderbar direkt am Fluss Una gelegen, ist der Platz wirklich sehr idyllisch, die Sanitäranlagen einfach, aber okay und zumindest, als wir da waren, waren sehr wenig Besucher da. Abends bestellten wir uns am platzeigenen Restaurant Fisch und  waren vom Essen begeistert.


Vom Campingplatz aus kann man auf einem Berg nahe des Städtchens Kulen Vakuf die Burgruine Ostrovica sehen, die  wollten wir uns am nächsten Tag dann mal von Nahem anschauen: Nichts ahnend, auf was wir uns da einlassen, gingen wir los: Das Schöne am Una Nationalpark ist, dass man Touristenrummel vergeblich sucht, zumindest waren wir im kleinen Ort Kulen Vakuf annähernd die einzigen Touristen. Der Ort ist eher gemütlich, mit Cafe, Restaurant, Supermarkt, Post und was Einwohner und Besucher brauchen, um sich mit Allem zu versorgen, was im Alltag benötigt wird. Immer die Burgruine im Blick, suchten wir den richtigen Weg bergauf und fanden einen sehr steilen Schotterpfad...sehr steil! Kurz überlegten wir, ob hier die Motorräder besser zum Einsatz gekommen wären, ich zweifelte jedoch, ob unsere Motorräder die Steigung hätten bewältigen können. Irgendwann dann waren wir oben und wurden mit einem sagenhaft schönen Ausblick auf die Umgebung belohnt. Die Ruine entpuppte sich dann eher als Flopp. Über einen Trampelpfad fanden wir den Eingang zum neu aufgebauten Holzturm. Innen war...nichts.  Mmmh, dafür der Anstieg? Um diese Kletterpartie und einem zugegebener Maßen schönen Ausblick reicher, wanderten wir zurück zum Ort und kauften noch im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten ein.
Am späten Nachmittag hörten wir erfreut den dumpfen Klang Diana`s Africa Twin. Sie hatte noch arbeiten müssen und traf nun auch endlich ein.  Ab jetzt waren wir zu dritt unterwegs.


Geduld, Morgen schreibe ich weiter...
 
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