Schottland 2016 - Regina`s gespannte Reiseseite

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Schottland - Wales


Anfahrt  Gelnhausen - Fähre Ijmuiden  ca. 500 KM

Die erste  Reise in diesem Jahr führt uns endlich einmal wieder nach Schottland, unserer gefühlten 2. Heimat. Zusammen mit  einem befreundeten Pärchen, Karo und Andreas, starten wir Richtung Fähre nach Ijmuiden, um die Nachtfähre nach Newcastle Upon Tyne zu nehmen. Der Weg dahin ist stinkelangweilige Autobahn  und ich bin froh, dass ich während der Fahrt über meine Sena Gegensprechanlage wenigsten Radio hören kann...
Wir werden direkt vor der Fähre Tilman treffen, der allein von Wolfsburg aus startet.
Nach dem Gewirr von Autobahnen in den Niederlanden finden wir die Pommesbude schnell und Tilman sitzt auch schon wartend dort und grinst uns entgegen. Er ist gestern schon losgefahren und ich als Mama bin natürlich froh, dass er gut angekommen ist. ( Zur Info: Die Imbissbude hatte Martin zuhaus über google-streetview ausgemacht und so war sie von uns als auch von Tilman schnell wiederzuerkennen.)
An der Fähre angekommen, beginnt das Warten... erst die LKW`s, Wohnmobile und Pkw`s... das erst die Motorradfahrer. Aber nebenbei werden gleich mal kleine Gespräche geführt und allgemein gute Laune verbreitet. Zum Schmunzeln gibt es auch was: Ein Porsche meint, genau auf der Fährenrampe seinen Dienst quittieren zu wollen: Die Bremse fest, geht nichts mehr. PKW`s passen grad noch vorbei und können auf die Fähre fahren, aber Womos u.ä. haben keine Chance.
Auch wir werden dann an dem Porsche vorbei geleitet. Später sehen wir den Porschefahrer auf der Fähre wieder. Scheinbar wurde eine Lösung gefunden...

Newcastle Upon Tyne - Otterburn - Jedburgh - Peebles - Stirling - Callander - Crianlarich - Glencoe   ca. 380 KM

Gut geschlafen und reichhaltig gefrühstückt, entläßt uns der Bauch der Fähre am nächsten Tag. Für Karo und Andreas folgt der erste Linksverkehr in ihrem Leben. Sie reihen sich ein in unseren kleinen Konvoj und machen ihre Sache bestens. Ich kann mich gut an mein "erstes Mal" im Linksverkehr erinnern und fühle mit ihnen...
In Northumberland sehen wir die typischen kleinen Häuser mit ihren Giebeln und witzigen Schornsteinen. Wiesen mit Schafen und Kühen bestimmen das Landschaftsbild. Großbritannien ist schon ein Idyll.

Am  Grenzübergang nach Schottland machen wir eine kleine Pause mit Fotosession. Leider ist das Wetter so regnerisch und kalt, dass keine rechte Freude aufkommen will. Martin isst seinen obligatorischen Burger und erfährt dabei von der netten Bedienung, dass es für diese Jahreszeit ungewöhnlich kalt und nass ist.
Glencoe empfängt uns dann auch wolkenverhangen und frisch und wir finden erst nach einigem Hin und Her den Campingplatz Red Squirrel Campsite abseits und ruhig gelegen, zwischen einer kleinen Straße und dem Fluss River Coe. Perfekt.

Küstenstraße am Loch Linnhe entlang - Oban - Tyndrumm - Pass of GlenCoe - Red Squirrel  ca. 170 Km

Die Oban-Distillery steht heute zur Besichtigung an. Das Wetter ist durchwachsen bis schlecht. In Regenklamotten Motorrad fahren macht einfach kein Spaß. In Oban erwartet uns zudem auch noch ein unangenehmer Stau, da die halbe Stadt eine Baustelle zu sein scheint. Die Führung durch die Destille gibt auch kein Highlight her... und zu allem Übel sind die Fish and Ships am Hafen auch noch pappig. Dieser Tag ist nicht unser Freund. Als ich dann auch noch mein Motorrad vor dem Tesco umwerfe, da hab ich genug.... ich will nur noch zum Campingplatz.  Und es gibt nur ein Handyfoto von Martin.
Tilmans Motorrad will noch nicht einmal zurück zum Red Squirrel Campsite: Ca. 5 Kilometer vorher verstummt ihm der Motor und kann nur mit viel Überredungskunst wieder zum Laufen gebracht werden. Was für ein Tag.
vorbei an Fort William - Richtung Kyle of Lochalsh - Eilean Donan Castle - Apple Cross  - Loch Ness  ca. 440 Km

Singletrack road gefällig? Wir nehmen uns heute den Apple Cross unter die Räder, der spektakulärste und höchste Pass Schottlands. Das Wetter ist immer noch schlecht, es regnet in Bindfäden, aber wir lassen uns nicht verärgern. Der Ort  Loch Carron wird durch den Pass( Bealach na Ba)entlang einer einzig langen Singletrack road mit dem Ort Apple Cross verbunden. Deshalb wird diese Straße auch Apple Cross Pass genannt.Die Straße hat bis zu 20 % Steigung und die Passhöhe beträgt 620 Höhenmeter. Ein Ausweichen gestaltet sich trotz Passing Places nicht einfach, da diese Ausweichplätze sehr abschüssig sind und mir schon mal schnell der Boden unter dem linken Fuss zu tief ist...
Auf unserer Runde zum Pass machen wir natürlich auch am Eilean Donan Castle eine kleine Fotopause. Leider ist es dort wie meistens nicht gerade menschenleer, was uns schnell weiterfahren lässt.
Unser Ziel, der Apple Cross Pass, liegt im dichten Nebel, weswegen uns der weite Blick hinunter verwehrt bleibt, schade. Also fahren wir weiter Richtung Norden.  Als wir die Spitze dieser kleinen Halbinsel erreichen, werden wir mit einem fantastischem Ausblick mit Regenbogen begrüßt. Dieser Anblick entschädigt für den Nebel am Apple Cross .

Einige Kilometer weiter steigt mir ein unangenehmer Geruch in die Nase. Ich denke noch, wer da wohl vor uns gefahren ist. Als der Gestank stärker wird, je dichter ich hinter Martin herfahre, schwant mir übles. Bei einer Pause am Loch Ness entdecken wir des Übels Kern: Die Batterie von Martins Africa Twin ist am Kochen! Das Voltmeter zeigt bereits 18 Volt an, zu viel des Guten... da hat es wohl den Regler erwischt. Mit fast 20 Volt erreichen wir dennoch den Campingplatz ohne weitere Zwangspause. Glück im Pech sozusagen.
Schnell sind gute Kontakte hergestellt und Paul Webb, ein englischer Africa-Twin-Fahrer,  stellt eine Verbindung zu " Rugged Road" her.
Diese schicken eine neue Batterie und einen neuen Regler per Express und am dritten Tag nach der Panne ist die Twin wieder fahrbereit.






Glencoe zu Fuß

Um die Wartezeit auf die Ersatzteile zu überbrücken, erkunden wir die Gegend um Glencoe nun ein wenig per Pedes. Wir schauen ins Village Folk Museum, trinken Tee im Glencoe Cafe und wandern auf umliegende Berge... letzteres brechen wir allerdings mangels Fitness ab. Abends ist das Glachaig Inn nicht weit und so probiere ich mein erstes nach Omas Hausrezept erstelltes Haggis. Mir schmeckt`s . So lässt sich sogar das immer noch schlechte Wetter ertragen.
Glen Coe - Fort William - Lairg - Fahrt nach John o`Groats

Im Regen sind wir in Glen Coe gestartet - und 200 km weiter im Regen in Lairg angekommen. Das Wetter meint es in diesem Urlaub nicht besonders gut mit uns.
Hoffentlich wird es bald etwas trockener. Nach einem weiteren Tag zu Fuß, an dem wir uns die Umgegend von Lairg angeschaut haben, heißt unser neues Ziel John o`Groats, der nördlichste Ort auf Schottlands Festland. Wir fahren auf kleinsten Straßen, teils Single Tracks. John o`Groats ist ein Touristenmagnet und Fähranleger für Passagiere, die auf die Orkney-Inseln wollen. Ansonsten steigen wir nach Shopping und diversen Fotoklicks wieder auf die Motorräder und treten die Rückfahrt an. Wir genießen die Einsamkeit dieses nördlichsten Teils Schottland und sind entsprechend überwältigt, als wir direkt am Straßenrand eine große Gruppe von Hirschen entdecken. Natürlich halten wir an und vorsichtig schleiche ich mich in Richtung der beeindruckenden Tiere...

Ullapool - Küstenstraße - Single Track Roads -  Lairg       210 Km

Heute sind wir wieder durch die herrlichen Highlands durch eine atemberaubende Landschaft bis nach Ullapool gefahren. Ullapool ist die nördlichste Kleinstadt an der Nordwestküste der schottischen Highlands mit gerade mal 1500 Einwohnern. Ein kleiner, gemütlicher Ort mit Fährhafen zu den Äußeren Hebriden und  außerdem auch von Bedeutung als Fischereihafen. Wir tingeln durch die kleine Stadt und genießen in einem kleinen Laden sehr frische Fish and Ships.
Inverness - Nairn - Grantown on Spey - Braemma - Pitlochry - Ardgualich Farm          ca.300 km

Am vorletzten Fahrtag fahren wir noch einmal durch die von uns so geliebte schottische Weite, an der wir uns einfach nicht sattsehen können. Schon jetzt kommt Abschiedsstimmung auf und nur in der Gewissheit, dass wir wiederkommen, können wir auch die letzten Tage in vollen Zügen genießen...
Aberfeldy Distillery

Ein Besuch in der 1896 von Thomas Dewar gegründeten Aberfeldy distillery lohnt sich allein schon wegen der schön gestalteten Räumlichkeiten. Wir tauchen ein in die Vergangenheit und sind erstaunt über die lebhaft gezeigte Philosophie der Whiskyherstellung. Eine engagierte Angestellte erklärt die Historie und lässt keine Fragen unbeantwortet.
Natürlich probieren wir und nehmen jeder 1-2 Flaschen mit.
 
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