Schottland/ Wales 2009 - Regina`s gespannte Reiseseite

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Schottland - Wales

Schottland und Wales im August 2009

Hauni und sein Honda-FMX-Gespann          +                  Regina mit Honda-NTV-Gespann


                                 
              

+    Tilman, der Kistenhocker







Samstag, 01.August 2009 ( 530 km )

7.00 Uhr aufgestanden, gefrühstückt und die restlichen Kleinigkeiten in die Gespanne verstaut.
Dann endlich um 8.30 Uhr los, Richtung „Scotland“!!
Die Route führte uns durch den Taunus, an der Lahn entlang, durch die Eifel, um dann einmal quer durch Belgien zu fahren, bis zum Gaversee. Nach 530 km schlugen wir dort auf einem , wie sich bald rausstellte, nicht so tollen Campingplatz unser großes Zelt auf. Wir hatten den ganzen Tag super Wetter gehabt und konnten abends noch schön vorm Zelt sitzen und unseren mitgenommenen Proviant auspacken.

Sonntag, 02.August 2009 ( 290 km )
Es regnet! Da hat man gar keine Lust, aufzustehen! Aber es nützt ja nix, also wieder um 7.00 Uhr raus aus dem Schlafsack, Kaffee gekocht und die letzten Brocken Brot und Wurst vernichtet….
Da der Regen nicht aufhören wollte, wurde das Zelt nass eingepackt. Es war ja sicher, dass es abends wieder aufgestellt werden würde. Von den 170 km bis zur Fähre nach Dünkirchen (Frankreich)regnete es ca die ersten 80 km. Dann kam die liebe Sonne wieder durch und ja näher wir der Küste kamen , gesellte sich auch noch ein kräftiger Wind dazu.
Die Fähre war schon da, es musste auch nicht lang gewartet  werden und wir wurden zügig in den dicken Bauch der Fähre gelotst. Die Tickets hatten wir schon vorher von zuhause aus im Internet bestellt.(Norfolkline, Dünkirchen/Dover)



Nach 2,5 Stunden Fahrzeit sahen wir die Kreidefelsen vonDover und ich bereitete mich geistig auf den Linksverkehr auf britischen Straßen vor…     
Die ersten Kilometer verbrachten wir dann in südwestlicher Richtung auf der Küstenstraße bis zur Normans Bay, wo wir einen schönen Campingplatz ansteuerten, den Martin schon vorher ausgesucht hatte.
Nach einem Spaziergang am Strand wurde mir jetzt erst klar: Urlaub!!! Morgen werden wir uns auf den Weg nach Wales machen, vorher Stonehenge anschauen und unser Tagesziel, den Jules und Vivian in Cardiff ansteuern.

Montag, 03.August 09 ( 360 km )
Heute haben wir uns Stonehenge angeschaut. Diese imposanten und über 4000 Jahre alten Steine, von denen immer noch nicht endgültig bekannt ist, wie sie an ihren jetzigen Standort gelangten, befinden sich in Salisbury Hill, einer hügeligen Landschaft Südenglands.


Von Stonehenge führte uns der Weg nach Bath, einer Stadt, deren flache Häuser gleich an mehreren Hängen erbaut wurden. Auf den ersten Blick eine schöne Stadt, bei näherer Betrachtung aber an vielen Stellen stark renovierungsbedürftig.
Dann folgten wir der Autobahn M4 Richtung Wales und erreichten abends Cardiff, das Zuhause von lieben Freunden, Jules und Viv, die uns für 2 Nächte beherbergen wollten.
Das Wetter war auf der ganzen Strecke sehr schön und so störte es auch nicht, als es 20 Minuten nach Ankunft in Cardiff anfing zu regnen. Wir hatten unser Ziel im Trocknen erreicht.


Dienstag, 04.August 09 ( ohne Moped )
Nach einem entspannten Frühstück war die Stadtbesichtigung von Cardiff im Programm. Natürlich besuchten wir Cardiff Castle, mitten in Cardiff gelegen. Die Ursprünge der Burg sind annähernd 1000 Jahre alt.


Danach folgte auf Tilman`s Wunsch eine Sightseeingtour im Sightseeingbus, natürlich auf dem offenen Oberdeck…und natürlich bei starkem Regen! Der Souvenirladen sollte dann auch noch ein wenig Geld an uns verdienen und auch die mehrfach vorhanden Shoppingcenter wurden von uns besucht. Nach einem etwas längerem Fußmarsch, bei dem wir auch einige von den Orten zu sehen bekamen, die wohl eher nicht für Touristen gedacht sind , kamen wir wieder wohlbehalten bei unseren Gastgebern an.
Mittwoch, 05.August 09 ( 292 km )
Fahrt durch ganz Wales: Durch den Brecon Beacons Nationalpark mit seinen unzähligen Schafen auf den sattgrünen, zum Teil steil ansteigenden Hügeln und den Snowdonia Nationalpark, der noch höher, schroffer und wilder erscheint und wo man vor lauter Staunen schon mal vergisst, dass die Straßen auch hier schmal und nicht immer einfach zu fahren sind. Betws-y-coed ist ein super sehenswerter, wenn auch touristenüberladener kleiner Ort, in dem man meint, es müsste jeden Moment ein Drache um die Ecke kommen…Häuser aus Naturstein, viel grüne Landschaft, dazu die hohen Hügel drumherum. Super schön anzusehen!


Ein paar Kilometer weiter ludt uns dann ein kleiner privater Campground  zum Übernachten ein: Eine große grüne Wiese, umgeben mit einer  typischen , 1,50m hohen Natursteinmauer Bezahlt wurde beim Bauern gegenüber der Straße…

Abends dann vorm Zelt erfolgte der erste „Midges-Angriff“, den wir einigermaßen erfolgreich mit Hilfe unserer mitgebrachten „Kopfmückenschutznetze“ und langärmeliger Oberbekleidung abwehren konnten. Es ist schon erstaunlich, wie diese kleinen Biester durch Beißen einem das Leben schwer machen können.

Donnerstag, 06.August 09 ( 390 km )
Nachdem wir heute den Snowdonia verlassen hatten , besuchten wir den Ort mit dem längsten Namen der Welt: Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantyssiliogogogoch ! Unaussprechlich, aber mit einer ganz eigenen Bedeutung: St. Marys Church….. Na egal, aber der Ort steht im Guinness Buch der Rekorde.



Nach  dem üblichen Fotoshooting ging`s dann weiter zum Great Ormes Head, einer Mautstraße entlang der Atlantikküste, die ausschließlich von einer Seite her zu befahren ist. Diese Straße ist mit Abstand eine der schönsten Straßen in Wales, die jeden Penny wert ist. Freiwillig hält man sich dort an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 15 mph, weil die Aussichten dermaßen grandios sind, dass ich einige Male mein Moped an der Seite abstellte, um ein paar Ausblicke ohne Fahreinschränkung genießen zu können…




Über die Schnellstraße und anschließend Autobahn fuhren wir durch den mittelenglischen Industriegürtel zügig hoch in den Lake Distrikt, einem nordenglischen Urlaubs- und Naturschutzgebiet, dem die vielen kleinen und großen  Seen seinen Namen geben. An einem von Ihnen, dem Derent Water fanden wir bei Keswick unseren nächsten Campngplatz . Tilman fand hier gleich mehrere Freunde…. In Form von gefräßigen Enten, die er ohne Pause mästete…

 


Freitag, den 07.August 09  ( 346 km )
Den Lake Distrikt hinter uns lassend, fuhren wir durch Carlisle und überquerten bei Gretna Green die Grenze zu Schottland. Ohne weitere Maßnahmen durchfuhren wir diesen Ort zügig, um durch die Lowlands  in Ayr an die Atlantikküste zu gelangen und um in Gourock den Firth of Clyde mit der Fähre zu überqueren. Am Loch Long bei Arrochar fanden wir einen netten Campingplatz, bei dem wir uns nun endlich einmal für ganze 4 Nächte einschreiben konnten. Hier bietet die Landschaft wundervolle Wanderrouten, von denen wir eventuell einige verfolgen möchten….


Samstag, den 08.August 09
Besteigung des Cobbler: Leider im Nebel und Regen mit sehr wenig Aussichten, trotzdem aber ein Erlebnis, weil das Land rundum so wild und unbelastet von menschlichen Eingriffen erscheint. Nur am ausgetretenen Pfad kann man die Spuren der Wanderer erkennen. Der Cobbler sollte nicht unterschätzt werden, gutes Schuhwerk und passende Kleidung ist Pflicht. Tja und ich hatte mir vor dem Urlaub neue Wandersocken gekauft… Blasen an beiden Hacken waren die Folge. Meine Meindlbotten sind mit mir schon viele Kilometer unterwegs gewesen. An denen kann es nicht gelegen haben….


Sonntag, den 09. August 09
Ein sehr verregneter Tag: Heute mal nur Fish and Chips in Arrochar. Ansonsten Hacken gepflegt….
Montag, den 09. August 09
Fahrt nach Inverary. Martin und Tilman waren im Jail of Inverary, einem lustigen „Live“-Museum, in dem der Besucher lebensnah gezeigt bekommt, wie die Insassen im 19. Jahrhundert dort gelebt haben.
Ansonsten shopping...
Dienstag, den 10.August 09
Weiterfahrt im Regen am Loch Lomond entlang, dann über den Pass am Glencoe in den Ort Glencoe, wo erst mal Rast bei Tee und lecker Essen dran war…
Im Coffeeshop zwei nette Iren kennengelernt, die auch auf dem Weg zur Isle of Skye waren, beide so um die 70 Jahre alt und super gut drauf. Um die letzte Fähre in Malaig um 18.00 Uhr zu bekommen, sollten wir uns beeilen….…leider vergebens, denn als wir in Malaig ankamen, waren sämtliche Fähren für diesen Tag ausgebucht.
Also einen Campingplatz gesucht und in Arisaig einen kleinen Platz gefunden, der direkten Zugang zum Atlantik bietet. Hier hätte man sich auch für länger einrichten können…wenn da nicht die Isle of Skye als nächster Zielort gewesen wäre. So konnten wir abends am Sandstrand spazieren gehen und die Aussicht auf`s Meer genießen…


Mittwoch, den 11.August 09
Fähre von Mallaig nach Armadale. Vom Festland zur Isle of Skye
Von Armadale auf direktem Weg an der Küste entlang nach Portree, der „Hauptstadt“ der Skye:Ein kleines, idyllisches Örtchen mit allem, was der Mensch braucht, nur eben gemütlich klein: netter Coffeeshop mit einem super leckerem Carrotcake ( Karottenkuchen), einem kleinem Hafen mit den besten Fish and Chips von Scotland und einigen kleinen Lädchen, in denen man sein Geld lassen kann…

                                           

                                                                             

           

Donnerstag, den 12.August 09
Fahrt über die Halbinsel Trotternish, am „Old man“ vorbei zum Kiltrock-waterfall, wo Wasser in beeindruckende Tiefe direkt ins Meer fällt.
Nebenbei konnten wir am Straßenrand Schafscherer bei ihrer harten Arbeit beobachten. Die Schafe überstehen diese Prozedur ohne sichtbaren Schaden
Hier auf der Insel hatte ich auch den ersten Kontakt mit den Single-track-roads: Straßen, die aus nur einer Fahrbahn bestehen und es aber alle paar Meter Ausweichstellen , passing places, gibt, wo sich entgegenkommende Fahrzeuge ohne Probleme begegnen können. Diese Straßen haben mir besonderen Spaß gemacht, da ich mittig fahren und dabei die Gegend genießen konnte.
Die Landschaft der Skye ist so weit, so beeindruckend wild, rau und doch so schön! Einzelne weiß getünchte Wohnhäuser fallen ebenso auf, wie die vielen Schafe, die überall rumlaufen. Alles ist grün von Wiesen und anderen wuchernden Pflanzen, Bäumen oder Heide, die hier gerade im August blüht. Wenn man stehen bleibt und sich umschaut, dann wandert das Auge
weit über die Landschaft…die kein Ende zu haben scheint.



Freitag, den 13.August 09
Bei einem Stadtbummel durch Portree haben wir erfahren, dass es auf der Insel auf der Halbinsel Waternish eine von nur noch 2 Betrieben in Großbritannien gibt, die Schaffelle aufarbeiten. Da ich mir hier gern ein Fell für meine Sitzbank kaufen wollte, hatten wir nun unser Ziel für den nächsten Tag gefunden...
Samstag, den 14.August 09
Fahrt zur Waternish-Halbinsel , wo wir die Firma Skye-Skins besuchten, die in traditioneller Weise, ohne chemische Zusätze und mit sehr alten Werkzeugen und Maschinen Schaffelle aufbereiten. In einer kleinen Rundtour bekamen wir alle Schritte der Veredelung gezeigt und erklärt. Da war es uns ein besonderes Vergnügen, eines der angebotenen Schaffelle zu kaufen.Sie sind sehr hochwertig und schön!
Danach fuhren wir zum Dunvegan-castle und staunten über das doch teilweise recht beschwerliche Leben, welches die Bewohner und Angestellten in früheren Zeiten geführt haben.
Für unseren Whiskyfreund Martin stand natürlich noch der Besuch in der Taliskerdestillery auf dem Plan...
Auf dem Hinweg mußten wir schon gegen den Wind anhalten, der langsam von rechts aufkam... und immer heftiger am Beiwagen rüttelte. Da mein Beiwagen ohne Gewicht war, hatte ich zeitweise das Gefühl, dass nicht viel Wind fehlte, und mein Beiwagen würde ohne das Zutun einer Rechtskurve abheben...
Nach der Besichtigung fuhren wir dann auch bei starkem Sturm zurück nach Portree zum Campingplatz, in der Hoffnung, dass unser Zelt noch stand...
...das hat es auch, jedoch mit ein paar kleinen Einbußen: In jeder der drei Bögen war ein Segment zerbrochen, was aber der Standhaftigkeit nur minimal zusetzte. Zum Schutz vor noch mehr Schaden, stellten wir einfach unsere Gespanne mit den Vorderrädern auf die Snowflaps, als Windbrecher zum Schutz sozusagen...
Es folgte eine unruhige, stürmische Nacht und unser Entschluß stand , dass wir am nächsten Tag wieder auf`s Festland fahren wollten, in der Hoffnung, dem Sturm zu entkommen.


Sonntag, den 15.August
heute galt es, Abschied von der Skye zu nehmen... Ein schwerer Entschluß, da diese Insel einen Besucher verzaubern kann. Aber was soll`s, es gibt ja noch das "andere" Schottland: die Highlands, Grampian mountains. Weiter ging es also durch die Highlands , an Eilean Donan Castle vorbei, bis zum berühmten Loch Ness. Letzteres fand ich allerdings gar nicht so spektakulär, okay, da gab es einen kleinen Helden, der auf dem Loch einen Schnelligkeitsrekord im Speedboot fahren gebrochen hat , dabei aber leider sein Leben ließ. Die Straße führte uns bis Inverness und weiter in die Grampian mountains bis nach Blair Atholl, welches berühmt ist für sein Blair castle...ein wirklich hübsches Gemäuerchen !
Hier fanden wir einen sehr schönen Campingplatz, direkt am River Tilt , etwas abseits der Hauptstraße gelegen...
Montag, den 16. August und Dienstag, den 17. August
Blair Atholl: ein kleiner, beschaulicher Ort mit Heimatmuseum und dem Water mill and tea room, wo wir nach unseren Wanderungen gern eingekehrt sind.
Ja, wandern kann man wohl in ganz Schottland überall ! Die Schotten sind als Wandervolk bekannt...
Wir nahmen die umliegenden ausgeschilderten Wanderwege in`s Visier und unter die Wanderbotten und legten so rund 30 km in 2 Tagen zu Fuß zurück. Bei dieser schönen Gegend ist das Entspannung pur!
Abends dann Entspannung der "anderen Art": In einer kleinen Bar, direkt am Campingplatz gelegen...
...Kennst du Paolo Nutini ? Ein schottischer Musiker, der es in sich hat!

Mittwoch, den 18. August

Wenn man schon mal so nah an Pitlochry dran ist, was liegt da näher, als die kleinste Distillery Schottlands, die Edradour Distillery,  zu besuchen... natürlich folgte noch ein Stadtrundgang durch die lange Einkaufsstraße. Abends dann den letzten schottischen Abend in der Bar verbracht...mit dem netten Barkeeper...und Paolo Nutini( von CD )

Donnerstag, den 19.08.2009 und Freitag, den 20.08.2009
Der Tag des Abschiedes... time to say good bye
Das Wetter passte gut zur Laune: Es regnete und stürmte, dass das Packritual sich als äußerst unangenehm gestaltete. Das Zelt nass, wir nass, alles nass!
Über die A 9 fuhren wir nach Edinburgh. Zur Nässe kam noch Kälte dazu... so macht Moped fahren kein Spaß. Selbst zum Fotografieren hatte ich keine Lust mehr...Hinter Jedburgh kam dann die englische Grenze...bye bye Scotland! Mittagspause in Otterburn. Wenigstens hörte danach der Regen auf.
Um 16 Uhr pünktlich waren wir an der Fähre in Newcastle upon tyne, die um 18 Uhr ablegen sollte.
Von wegen! Technische Probleme an der Bugklappe verzögerten die Abfahrt um Stunden bis 22:00 Uhr. Dann jedoch bezogen wir eine nette gemütliche Kabine, genossen den Komfort, gingen Essen und schaukelten bis zum nächsten Nachmittag dem Festland entgegen...
Nach Ankunft in den Niederlanden wurden wir vom Navi ganz durch Amsterdam und danach geradewegs in den üblichen Freitagsnachmittagsstau geführt.
Da wir irgendwie keine Lust mehr auf noch eine Übernachtung im Zelt hatten, fuhren wir die 550 km am Stück bis nach Haus. Gegen 02:00 Uhr nachts war`s vorbei mit dem Urlaub. Meerholz hatte uns wieder.


***** 3 Wochen , 4000 km, 600 Bilder, ungezählte Midges, geschätzte 70 km zu Fuß und unzählige  unbezahlbare Eindrücke *****


 
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