Tschechien, Ungarn 2012 - Regina`s gespannte Reiseseite

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:


Tschechien - Prag - über die Slowakei nach Ungarn - Rundfahrt durch die Puszta - Budapest - über Szekszard im Süden  durch Österreich back home....

Bericht: Martin   Fotos: Regina

Nach langer Zeit war es mal wieder soweit. Tilman wollte mit seiner 125er zu Hause die ersten Fahrkilometer sammeln und erklärte sich bereit, auf Hannes aufzupassen. Somit war für uns der Weg frei, endlich mal wieder einen Urlaub mit Solomotorrädern zu verbringen.
Wir hatten 9 Tage Zeit. Wohin sollte es also gehen?
Die Idee, eine Städtereise Prag - Budapest in Angriff zu nehmen, war schnell geboren. Komplettiert durch eine kleine Rundreise durch Ungarn mit Besuch meines Cousins Janos im Süden des Landes.


Tag 1: Meerholz - Prag, ca. 520 Km

Zum ersten Mal seitdem wir die Transe und die Dicke in unserem Fuhrpark hatten, wurden die zwei Reiseenduros mit unserm Urlaubsequipement beladen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es bei trockenem aber bewölktem Wetter auf Tour. Unser Weg führte uns durch den Spessart in die Fränkische Schweiz und weiter Richtung Hof. Kurz nachdem wir die tschechische Grenze passiert hatten, kam sogar die Sonne zum Vorschein und wir erreichten über Karlovy Vary pünktlich zum Sonnenuntergang am Stadtrand von Prag die Pension Vetrny Mlyn.

Tag 2: Sightseeing Prag

Direkt vor der Pension befindet sich eine Bushaltestelle, von der aus wir mit dem Bus, weiter mit der Tram und der Metro  innerhalb von 30 Minuten die Altstadt von Prag erreichten. Unser "Roadbook": Die Karte, eigenhändig bunt verziert und mit wohlwollenden und -reichen  Worten begleitet, hatte der Pensionswirt uns als Kopie mit auf den Weg gegeben. Er beschrieb uns ausführlich, mit welchem Bus wir fahren mußten, an welcher Station wir umsteigen sollten und worauf wir sonst noch zu achten hatten, jede Erklärung bekam seine eigene Farbe...
Über die wunderschöne Stadt Prag gäbe es viel zu berichten, doch da lassen wir lieber die Bilder sprechen...

Tag 3: Prag - Budapest, ca. 660 Km

Tschechien ist schön. Wenn man, wie Regina, ein Navi besitzt, das sämtliche kleine Sträßchen und Feldwege kennt, ist die Tschechische Republik sogar wunderschön. Am besten wäre es, einen Kompletturlaub dort zu verbringen. Die Straßenführung ging hoch und runter und Kurve folgte auf Kurve, teils durch verschlafene Orte und einsamer Natur. Um 15:45 Uhr hatten wir deswegen noch nicht einmal 300 Kilometer geschafft. Es folgte "Plan B" : Auf breit ausgebauten Straßen, die allerdings auch hübsch kurvig angelegt waren, ging es Richtung Slowakische Republik. Dieses ebenfalls schöne Land erreichten wir dann kurz vor Sonnenuntergang. Es lagen jetzt also "nur" noch ca. 180 Km slowakische und 60 Km ungarische Landstraße vor uns...
...und das bei finsterer Nacht.
Das geniale Licht der Varadero und der nur geringe Verkehr verschaffte uns einen hohen Reiseschnitt. Um 21:20 Uhr trudelten wir erschöpft in die Garage der Pension Beatrix  ein.
Nach einer Pizza, die der Portier extra für uns von einem Lieferservice bringen ließ und  zwei Flaschen kalten Bieres ließen wir uns in die bequemen Betten fallen und genossen den Luxus, auf dieser Fahrt mal ohne Zelt unterwegs zu sein.



Tag 4 : Sightseeing Budapest

Vor 2 Tagen Prag, nun Budapest. Interessant wie zwei so ähnliche Städte doch so unterschiedlich sein können. Auch Budapest könnte natürlich einen Reisebericht füllen, also wieder Bilder...

Tag 5 : Budapest - ungarische Tiefebene, 320 Km

Es war Sonntag, der Himmel war strahlend blau und das Thermometer zeigte schon um 9.00 Uhr angenehme 18 Grad. Der fahrerische Höhepunkt unserer Kurzreise konnte also beginnen. Nordwestlich von Budapest beginnt eine kurvenreiche Strecke, die ich erstmals in den 80ern kennenlernen durfte. Bei Visegrad benutzten wir die Fähre über die Donau, um dann über Gyöngyös in das größte Gebirge Ungarns zu kommen. Außer uns kamen aber leider noch viele andere heimische Auto- und Motorradfahrer  auf die gleiche Idee, durch das Matra-Gebirge zu fahren... wir mußten teilweise mit 30-40km/h durch die Kurven schaukeln. In Eger füllten wir die Tanks und weiter gings auf die " Straße der 1000 Kurven "nach Miskolc. Die nun folgende Kurvenorgie bei wenig Verkehr war für mich das 4. mal und doch wieder ein absolutes highlight. Viel zu schnell war der Spaß am Ortsschild von Miskolc vorbei.  80 Kilometer weiter erreichten wir unsere nächste Pension Dorogma  in einem kleinen Ort in der Nähe der Theis.
Nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch die Wirtsleute, einem sehr schmackhaft zubereitetem Geflügel und dem Einzug in ein gemütliches Doppelzimmer, lernten wir weitere Gäste kennen:  Die komplette Mannschaft einer Elektrofirma samt Chef verbrachten ein Ausflugs- und Angelwochenende in der Pension und luden uns netterweise ein, von ihrem selbstgekochten Kesselgulasch zu kosten und Ihnen bei der Vernichtung Ihrer mitgebrachten Palinka zu helfen... " Pici Palinka" - Winziger Schnaps - war wohl der Schlüsselspruch des Abends, der uns immer an diesen tollen Abend erinnern wird. Kommunikation in mehreren Sprachen fand auf höchst lustiger Ebene statt und nicht wenige Male mußte zur Verdeutlichung des Ausgesprochenen die ein oder andere Mimik dazugenommen werden. Wenn alles nicht half, half " Pici Palinka"...

Tag 6 : Tissadorogma - Szekszard,  380 Km

Nach einem lecker Frühstück mit selbstgekochter Marmelade und Butter aus eigener Herstellung, mußten wir uns von diesen netten Menschen verabschieden, beluden unsere Mopeds und....nix.
Meine Varadero wollte nicht anspringen. Batterie leer. Auch ein Anschiebeversuch von unseren Freunden blieb erfolglos. Erst ein Fremdstarten erweckte die Dicke zum Leben.
Bei dichtem Nebel nahmen wir eine Fähre über die Theiß und weiter ging`s Richtung Puszta. Leider blieb uns die Schönheit des Naturparks Hortobagy weitgehend wegen diesem Nebel verborgen. Nach gefühlt unendlich langen Kilometern in den Süden Ungarns, kamen wir irgendwann bei meinem Cousin Janos und seiner Frau in Szekszard an. Zum Abendessen kam dann überaschenderweise noch meine Cousine zu Besuch, die ich schon seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Dieses Wiedersehen hat mich sehr gefreut!






Tag 7 :

Entspannter Tag bei meinem Cousin mit Kurzbesuch der Nachbarstadt Bonyhad, in der mein Vater zur Welt kam.

Tag 8 : Szekszard - Mauthausen, 500 Km

Bodennebel und Kälte begleitete uns bis Österreich. Die Sonne versteckte sich hinter den Wolken und so fuhren wir zielorientiert bis nach Mauthausen, wo wir uns für die Nacht eine Pension suchten.

Tag 9 : Mauthausen - Meerholz, 550 Km

Das Wetter wurde immer schlechter und kälter. Da kam uns die Hauptverbindung Richtung Heimat gerade recht, um ohne Umwege schnell voranzukommen. In Postbauer-Heng kehrten wir noch bei einem Freund auf 2-3 Kaffee ein und setzten unsere Fahrt nach 2 Stunden fort, nur um festzustellen, dass wir uns geradwegs in den Berufsverkehr Nürnbergs einreihten.
Die letzten 200 Kilometer nahmen wir dann halt die A3 unter die Räder und erreichten unser Zuhause abends gegen 19.30 Uhr.


Ein kurzer aber intensiver Urlaub mit Besichtigung von zwei wunderschönen Städten, neue Bekanntschaften mit sehr netten Menschen, einem Verwandtschaftsbesuch mit für mich wertvollen Momenten und einer Gesamtstrecke von 3000 Km in 6 Fahrtagen war zu Ende.

 
Suche
Counter
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü 1.